Der Unterricht von morgen: Industriellenvereinigung und Alpen-Adria-Universität stellen gemeinsames Konzept vor
Der Unterricht von morgen: Industriellenvereinigung und Alpen-Adria-Universität stellen gemeinsames Konzept vor. März 2013 Wie kann es gelingen, Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik bei Kindern durch einen ,,Unterricht von morgen" zu bewahren und weiter auszubauen? Experten des Instituts für Unterrichtsund Schulentwicklung arbeiteten nun an einem Papier mit der IV. Industrie und Wirtschaft klagen seit Jahrzehnten über ein zentrales Problem: Acht von zehn Industrieunternehmen hätten demnach Probleme, qualifiziertes Personal - von der Fachkraft bis hin zu akademisch Graduierten - in Zukunftsbereichen wie Technik, Produktion oder Forschung und Entwicklung zu finden. Zwar ist der prozentuale Anteil von 20- bis 30-Jährigen, die einen tertiären Abschluss in einer naturwissenschaftlichen oder technischen Disziplin aufweisen, in den letzten Jahren gestiegen (2004: 0,85% der Bevölkerung, 2009: 1,40% der Bevölkerung), jedoch decke diese Steigerung den Bedarf der Unternehmen keineswegs. ,,Eine Bestandsaufnahme in Österreich zeigt, dass das Interesse an einem naturwissenschaftlichen Studium deutlich unter dem OECD-Schnitt liegt", so Autor Florian H. Müller. Einer der weiteren Autoren Konrad Krainer, Direktor der School of Education an der AAU, stellt in der Analyse folgende Problemfelder des heutigen Unterrichts dar: ,,Obwohl es schon viele gute Ansätze gibt, herrschen tendenziell noch immer zu häufig rezeptive Lernformen vor und es ist nur wenig problemlöseorientierter oder anwendungsbezogener Unterricht zu finden.
