Technische Eingriffe, um den Klimawandel zu bremsen, sind für die nächsten Jahrzehnte nicht zielführend, bestätigt eine ExpertInnen-Kommission. Foto: Rainer Sturm/pixelio.de
Treibgase aus der Atmosphäre zu filtern oder in den Strahlenhaushalt der Erde einzugreifen, werden als Techniken diskutiert, die den Klimawandel bremsen sollen. Im Auftrag der EU-Kommission hat ein internationales und interdisziplinäres Team von 14 Forschungsinstitutionen - die Uni Graz ist mit den Philosophen Harald Stelzer und Lukas Meyer beteiligt - heute seinen Bericht zur Einschätzung dieser Technologien veröffentlicht. Das Ergebnis: Das so genannte ,,climate engineering" ist keine erfolgversprechende Strategie für die nächsten Jahrzehnte. Eine Reduktion der CO2-Emissionen und Maßnahmen, um mit den negativen Konsequenzen des Klimawandels fertig zu werden, sind weiterhin unabdingbar. Das Team des European Transdisciplinary Assessment of Climate Engineering (EuTRACE) bezweifelt, dass die Entwicklungen der nächsten Jahre wirksame technische Eingriffe zur Reduktion des Klimawandels ermöglichen werden. Außerdem sei derzeit unklar, ob die Kosten für solche Maßnahmen in bewältigbarem, beziehungsweise für die betroffene Bevölkerung akzeptablem Rahmen bleiben, heißt es im Bericht. Dennoch halten es die ExpertInnen für sinnvoll, weitere Forschungsarbeit in diesen Bereich zu investieren, um eventuell in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts davon profitieren zu können.
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