Oft ist die einfachste Erklärung die Beste - das gilt auch für die Wissenschaft. So zeigten Forschende von TU Wien und der Toho Universität kürzlich, dass sich eine vermeintliche Quantenspinflüssigkeit mit konventioneller Physik beschreiben lässt. Zwei Jahrzehnte lang glaubte man, in einem synthetisch hergestellten Material eine mögliche Quantenspinflüssigkeit gefunden zu haben. Diese würde - so die Annahme - auch auf makroskopischer Ebene nicht den Gesetzen der klassischen Physik folgen, sondern denen der Quantenwelt. Die Hoffnung in diese Materialien ist groß: Sie würden sich für Anwendungen in quantenverschränkter Informationsübertragung oder auch Quantencomputern eignen. Nun zeigten Forschende von TU Wien und der Toho Universität in Japan jedoch, dass es sich bei dem vielversprechenden Material, κ-(BEDT-TTF)2Cu2(CN)3, nicht um die vorhergesagte Quantenspinflüssigkeit handelt, sondern um ein Material, das sich mit bekannten Konzepten beschreiben lässt. In ihrer kürzlich veröffentlichten Publikation in der Fachzeitschrift - Nature Communications Überichten die Forschenden, wie sie den rätselhaften Quantenzustand untersucht haben, indem sie den elektrischen Widerstand in κ-(BEDT-TTF)2Cu2(CN)3 temperaturund druckabhängig gemessen haben.
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