Die Rotation der Erde ist nicht ganz gleichmäßig - die Tage sind unterschiedlich lang.
Dass sich die Erde in 24 Stunden einmal um ihre Achse dreht, weiß heute wohl jeder. Weniger bekannt ist, dass diese Rotation manchmal schneller, manchmal langsamer abläuft. Verursacht werden diese winzigen, aber messbaren Schwankungen in der Größenordnung von wenigen Millisekunden durch die Gezeitenwirkung von Sonne und Mond, durch Vorgänge im Erdinneren und auch durch vielfältige Massenverlagerungen auf und über der Erde: ,,Das Hockdruckgebiet, das gerade über uns hinweg zieht, wirkt sich nicht nur auf das Wetter sondern auch auf die Drehgeschwindigkeit der Erde aus", erklärt Sigrid Böhm, Assistentin von Prof. Harald Schuh am Institut für Geodäsie und Geophysik. Nicht nur die Drehgeschwindigkeit ändert sich, sondern auch die Richtung der Drehachse. Jedes Jahr beschreibt die Position des Nordpols eine kreisähnliche Bahn mit einem Durchmesser von oft über zehn Metern. Der Mittelpunkt dieser jährlichen Nordpol-Wanderung verschiebt sich auch von Jahr zu Jahr, sodass sich eine stetige, spiralartige Bewegung ergibt. Die Erforschung von Phänomenen wie diesen wird am 24. und 25. Februar in einem internationalen Treffen an der TU Wien diskutiert.
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