Woche der soziologischen Nachwuchsforschung der Universität Wien

Die Auswahl der ausgestellten Masterarbeiten und Dissertationen erfolgt aufgrund

Die Auswahl der ausgestellten Masterarbeiten und Dissertationen erfolgt aufgrund von Nominierungen der am Institut für Soziologie tätigen BegutachterInnen (Copyright: Universität Wien/ Barbara Mair).

Wissenschaftlicher Austausch und Ausstellung "Die Arbeitslosen von Marienthal"

Vom 23. bis 25. Mai 2018 findet an der Fakultät für Sozialwissenschaften die zehnte Woche der soziologischen Nachwuchsforschung statt. Dabei präsentieren AbsolventInnen ihre wissenschaftlichen Forschungsprojekte, die sie im Rahmen von akademischen Abschlussarbeiten durchgeführt haben. Als Rahmenprogramm gibt es heuer u.a. eine Ausstellung zur bekannten "Marienthal-Studie" und unter dem Motto "Ready to Work" kommen diesjährige wie auch frühere AbsolventInnen zu Wort, um über ihre Erfahrungen in der Forschung und der Arbeitswelt zu berichten.

Die Auswahl der ausgestellten Masterarbeiten und Dissertationen erfolgt aufgrund von Nominierungen der am Institut für Soziologie tätigen BegutachterInnen. Im Rahmen einer Posterausstellung können NachwuchswissenschafterInnen bei Walkarounds ihre Arbeiten öffentlich vorstellen.

Die Spannweite der Themen ist, ebenso wie die der gewählten Forschungsansätze, auch heuer wieder sehr breit. So werden beispielsweise Forschungen zur Flexibilisierung von Arbeitszeiten auf betrieblicher Ebene präsentiert, aber auch zur Rolle der Familie im Leben von Ordensfrauen, zu Grundrissen einer kritischen Theorie des Alters und Alterns in der kapitalistischen Gesellschaft oder zu Dachwohnungen im Wiener Gründerzeitviertel.

Im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums der Woche der soziologischen Nachwuchsforschung wird auch ein Meilenstein der österreichischen Soziologie neu betrachtet: "Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langdauernder Arbeitslosigkeit" von der Forschungsgruppe rund um Marie Jahoda, Hans Zeisel und Paul F. Lazarsfeld. Hintergrund ist die Schließung der örtlichen Textilfabrik in Marienthal 1930 und die damit einhergehende Arbeitslosigkeit, die einen Großteil der Bevölkerung betraf. 2017, 87 Jahre später, drohte die Schließung der Chemie-Fabrik am Standort der damaligen Textilfabrik. Im Rahmen der Ausstellung "Marienthal 2.0." werden die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Auswirkungen der Schließung auf die Gemeinde betrachtet. In einer Podiumsdiskussion betrachten ExpertInnen die Marienthal-Studie aus historisch-kritischer Perspektive.

Vielfältiges Rahmenprogramm
Der Mittwoch, 23. Mai, steht ganz im Zeichen der Ausstellung und Diskussion zur Marienthal-Studie. Am Donnerstag, 24. Mai, stehen "Supervision auf der Couch" und "Ready to Work" auf dem Programm. Und am Freitag, 25. Mai, werden Buchprojekte des Instituts für Soziologie vorgestellt. Im Anschluss lädt das Institut zum "Lob der Soziologie", um in geselligem Rahmen angeregte soziologische Diskussionen und fachlichen Austausch betreiben zu können.

Woche der soziologischen Nachwuchsforschung
Zeit: Mittwoch, 23. Mai bis Freitag, 25. Mai 2018
Eröffnung der Veranstaltung: Mittwoch, 23. Mai 2018, 16.30 Uhr
Walkarounds mit Posterpräsentationen: Mittwoch 23. Mai bis Freitag, 25. Mai 2018, jeweils 16.30 Uhr
Ort: Institut für Soziologie, 1090 Wien, Rooseveltplatz 2

Institut für Soziologie: https://soziologie.univie.ac.at/