"Kunst und Religion" - Poetikvorlesung von Hartmut Lange

Der deutsche Schriftsteller Hartmut Lange kommt am Dienstag, 17. April, an die U

Der deutsche Schriftsteller Hartmut Lange kommt am Dienstag, 17. April, an die Universität Wien (Copyright: privat).

Im Rahmen der "Poetikdozentur Literatur und Religion" an der Universität Wien Der deutsche Schriftsteller Hartmut Lange setzt am Dienstag, 17. April, die Reihe der Wiener Poetikvorlesungen an der Universität Wien fort. Lange - einst entschiedener Marxist, heute suchender Melancholiker - wird über "Kunst und Religion" sprechen, die er als "Ziehkinder der Vorstellungswelt" bezeichnet.

Hartmut Lange (geb. 1937) gilt als Meister der literarischen Form der Novelle. In seinem Werk umkreist er immer neu das Verhängnis der Vergänglichkeit und des Verschwindens. Zugleich sucht er deutlich zu machen, dass die Literatur Vorstellungswelten entwerfen kann, die der realen Wirklichkeit überlegen sind. Die Kunst hat eigene Möglichkeiten, dem Transzendenzbegehren des Menschen zu entsprechen, ohne deshalb religiös zu werden.

In einigen Novellen Langes wird die heikle Frage nach der Versöhnung zwischen Tätern und Opfern thematisiert, in seinem Roman "Die Selbstverbrennung" zeichnet er das innere Drama eines Pfarrers nach, der seinen Glauben verliert. Neuerdings findet das literarische Werk von Hartmut Lange auch vermehrt theologische Aufmerksamkeit.

Die vom Institut für Systematische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät organisierte Poetikdozentur bringt jedes Semester SchriftstellerInnen an die Universität Wien. Im Hintergrund steht das Anliegen, eine Begegnung von Literatur und Religion zu ermöglichen - zweier Sphären, die manches trennt, aber auch einiges verbindet.

Die weiteren Termine im Sommersemester: Am Dienstag, 22. Mai 2018, wird Ilija Trojanow zu Gast sein, am Dienstag, 12. Juni kommt Barbara Frischmuth an die Universität Wien.

POETIKDOZENTUR "Literatur und Religion": Hartmut Lange
Kunst und Religion - Ziehkinder der Vorstellungswelt
Zeit: Dienstag, 17. April 2018, 18.30 Uhr
Ort: Hörsaal 41, Hauptgebäude der Universität Wien, 1010 Wien, Universitätsring 1