Kongress zu biblischen, ethischen und interreligiösen Grenzsituationen

Copyright: Universität Wien/ Georg Herder

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Ab 23. August findet in Wien die Tagung der "European Society of Women in Theological Research" statt. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen einerseits die interreligiöse Vernetzung von Frauen in den Religionswissenschaften und andererseits der Dialog zwischen Konfessionen, Religionen und den wissenschaftlichen Disziplinen. Den Eröffnungsvortrag hält die katholische Theologin Regina Polak von der Universität Wien zum Potenzial von Migration bzw. Migrantinnen.
Die Konferenz der ESWTR thematisiert dieses Jahr die Ausund Entgrenzungen, die mit den Transformationsprozessen in einem religiös pluralistischen Europa verbunden sind. Mit einer bewusst theologischen und religionswissenschaftlichen Perspektive wollen die Expertinnen einen Beitrag zur öffentlichen Debatte über Migration in Europa leisten. Dabei beschäftigen sie sich mit drei Schwerpunktsetzungen, denen je ein eigener Konferenztag gewidmet ist.
Am Donnerstag, 24. August, stehen interreligiöse Grenzgänge im Fokus sowie der Dialog zwischen den Religionen und Konfessionen als Impuls zu Veränderung und Wandel. Judith Gruber von der Loyola University New Orleans spricht über die Rolle von Frauen im interreligiösen Dialog und die Möglichkeit authentischer Repräsentation, Catherine Cornille (Boston College) beleuchtet die Bedingungen für Frauen in einer Theologie des interreligiösen Dialogs. Am Nachmittag widmen sich drei parallele Panels unterschiedlichen Bereichen des Dialogs, dem jüdisch-christlichen, dem jüdisch-muslimischen und dem muslimisch-christlichen.
Am Freitag, 25. August, steht die Bibel im Mittelpunkt. Madhavi Nevader (St. Mary’s College, St. Andrews) spricht über Exil und Gendering von Religion in der hebräischen Bibel. Agnethe Siquans von der Universität Wien beleuchtet die Transformationen der Geburtsgeschichte des Moses in patristischer und rabbinischer Rezeption. Es folgen zwei parallele Panels zu "Social and religious changes in biblical studies".
"Grenzgänge in der Ethik" sind das Thema am Samstag, 26. August. Die Moraltheologin Marta López Alonso aus Madrid spricht über Fürsorge als Ausgangspunkt für Transformation. Valeria Ferrari Schiefer (Fachhochschule Gesundheit und soziale Arbeit, Schweiz) nimmt "Grenzerfahrungen und Wahrung der Menschenwürde in der Palliative Care" in den Blick. Die Panels dieses Tages befassen sich mit Grenzfragen der Bioethik und Körpertransformationen.
Translation - Transgression - Transformation: Kongress der "European Society of Women in Theological Research" (ESWTR)
Zeit: Mittwoch, 23. bis Samstag, 26. August 2017
Ort: Kardinal-König-Haus, 1130 Wien, Kardinal-König-Platz 3
Öffentlicher Eröffnungsvortrag von Regina Polak: Das utopische Potential von Migration: Grenzerfahrungen, Träume und Sehnsüchte von Migrantinnen
Zeit: Mittwoch, 23. August 2017, 19 Uhr
Ort: Kardinal-König-Haus, 1130 Wien, Kardinal-König-Platz 3
Konferenzsprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch

 
 
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