26.2.: Ausgrabungen in Bo’azköy-Hattu¨a. Von der Bronzezeit bis in die römische Kaiserzeit

Ausgrabungen in Bo’azköy-Hattu¨a

Ausgrabungen in Bo’azköy-Hattu¨a

Festvortrag im Rahmen des 17. Österreichischen Archäologentags am Montag, 26. Feburar 2018, 19 Uhr im HS 230 (Kapitelgasse 4) von Herrn Andreas Schachner (Deutsches Archäologisches Institut, Türkei).

Seit einigen Jahren hat sich der Schwerpunkt der Forschungen des Deutschen Archäologischen Instituts in der hethitischen Hauptstadt Hattu¨a von der Oberin die Unterstadt verlagert. Diese vermitteln nicht nur vertiefende Einblicke in die strukturelle Entwicklung der Stadt, sondern erlauben insbesondere eine grundsätzliche Neubewertung des Übergangs von der Mittelzur Spätbronzezeit sowie der Gründung des hethitischen Reichs. Im 1. Jahrtausend v. Chr. wurde der untersuchte Bereich mit einem monumentalen Gebäude überbaut, das im 3. und 2. Jh. v. Chr. teilweise in eine galatische Befestigungsanlage umgenutzt wurde. War die Existenz einer römischen Besiedlung lange Zeit nur durch eine ausgedehnte Nekropole nachgewiesen, haben die jüngsten Arbeiten in der nördlichen Unterstadt eine bemerkenswerte Abfolge monumentaler Architektur des 1. und 2. Jhs.n. Chr. erbracht, die durch ihre teils aufwendige Ausstattung mit Baugliedern und Wandmalerei erstmals zeigen, wie sich die römische Kultur im ländlichen Raum Zentralanatoliens manifestierte.