Wie Demokratie gemacht wird

(©  Martin Adams/unsplash / Unsplash Lizenz )

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Wie werden Gleichheit, Freiheit und Solidarität im Alltag verhandelt? Beiträge aus Politik, Bildung, Forschung und Kunst laden bei einer Tagung des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Wien und seinen Projektpartnern des Forschungsprojekts "Making Democracy" am 27. und 28. Mai 2019 im Volkskundemuseum Wien zum Mitdiskutieren ein.

Demokratie wird auch im Alltag "gemacht", beispielsweise in der Verteidigung oder Aufgabe persönlicher Freiheiten, im Zulassen von oder Aufbegehren gegenüber Ungerechtigkeit, in Gesten des Sich-Einsetzens für Andere. Insbesondere dort, wo Aspekte des Öffentlichen in soziale Beziehungen hineinwirken - etwa in Bildungseinrichtungen - gewinnen diese Aushandlungen von Demokratie Brisanz.

Ausgangspunkt der Tagung sind Erfahrungen und Erkenntnisse von SchülerInnen, LehrerInnen, PolitikwissenschafterInnen und KunstvermittlerInnen im partizipativen Forschungsprojekt "Making Democracy". Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie werden Gleichheit, Freiheit und Solidarität im Alltag verhandelt? ReferentInnen aus den Bereichen Politik, Bildung, Forschung und Kunst gehen dieser Frage nach.

Das Projekt "Making Democracy" untersucht seit Herbst 2017 gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen einer Wiener Schule den alltagskulturellen Aushandlungsraum von Demokratie. Perspektiven der Demokratietheorie werden dabei mit jenen der kritischen Kunstvermittlung verschränkt, sozialwissenschaftliches Forschen und künstlerische Methoden informieren sich gegenseitig. Das Projekt verfolgt zugleich den Anspruch, für die Reflexion demokratischer Ideen ein demokratisches und partizipatorisches Forschungssetting zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen der Tagung wird die Frage des Projekts, wie Menschen Demokratie im Alltag aushandeln, aus verschiedenen Perspektiven und anhand unterschiedlicher Beispiele in einem breiteren Rahmen diskutiert. Die vier Perspektiven Politik, Bildung, Forschung und Kunst bilden den Rahmen für die interdisziplinäre Diskussion bei der Tagung, die Praxisbeispiele aus dem deutschsprachigen Raum mit Beiträgen aus Demokratietheorie, Pädagogik und Kunstvermittlung vereint. Eine Ausstellungsinstallation zeigt den Vermittlungsund Forschungsprozess der SchülerInnen und lädt ein, sich an den Fragen und Debatten über Demokratie zu beteiligen. SchülerInnen der Anton-Krieger-Gasse geben am Abend des ersten Tages Einblicke in ihre Projekte.

Die Tagung wird veranstaltet vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, Büro trafo.K, diverCITYLAB und WMS/BG/ORG Anton-Krieger-Gasse, gefördert vom Österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) im Rahmen des Programms "Sparkling Science".

Sie richtet sich an LehrerInnen, Kulturschaffende und WissenschafterInnen mit Interesse an der Schnittstelle von politischer Bildung, Demokratieforschung und Kunstund Kulturvermittlung. Die Teilnahme ist kostenlos (Anmeldung erforderlich).

Programm und Anmeldung unter: politikwissenschaft.­univie.ac.at/forschung/forschungsprojekte/forschungsprojekt-making-democracy/tagung-am-27-und-28-mai-2019/

"Making Democracy - Wie Freiheit, Gleichheit und Solidarität im Alltag verhandelt werden"

Zeit: 27.Mai 10 bis 19 Uhr und 28. Mai 9 bis 14 Uhr
Ort: Volkskundemuseum Wien, Laudongasse 17-19, 1080 Wien


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