’Wenn´s draußen dumpa wird’ OeDA Österreichs erste Dialekt-App geht online

Ein Team vom Fachbereich Germanistik der Paris Lodron Universität Salzburg startet in diesen Tagen die erste Österreichische Dialekt-App, kurz "OeDA". Diese App richtet sich an alle, die selbst einen Österreichischen Dialekt sprechen oder Interesse an Dialekten haben. Ziel dieses Citizen Science-Projekts ist es, Dialektausdrücke und Dialektformen zu sammeln sowie ihre Verbreitungsgebiete zu vergleichen.Österreichs erste "leiwande" Dialekt-App OeDA ist ab sofort kostenlos im App Store erhältlich. Alles, was man dafür braucht, sind ein Smartphone und Interesse an der Dialektvielfalt Österreichs.

Mit OeDA können Benützer:innen ihre eigenen Dialekte und die ihrer Umgebung genauer unter die Lupe nehmen. Die App ist einfach zu bedienen: Dialektwörter anoder eintippen und Dialektausdrücke akustisch aufnehmen. Die Teilnahme wird sofort belohnt: Nach jeder Fragerunde - diese besteht aus acht Fragen und einer besonderen "Königsfrage", Dauer keine zwei Minuten - kann man sich die Ergebnisse auf einer Österreich-Karte in der App anschauen und zum Teil auch anhören.

Bis zum März 2024 gibt es jede Woche neue kurze und kurzweilige Fragerunden. Wer seine Dialektaffinität mit seinem Umfeld teilen will, kann mit der OeDA-App auch die Dialekte anderer aufnehmen. Dafür gibt es längere Fragerunden mit 25 Fragen für Freunde, Eltern, Großeltern oder Nachbarn. Dauer etwa 15 Minuten. "Z´Weihnachten, wenn´s draußen dumpa" wird, ist der perfekte Anlass, um die OeDA-App generationenübergreifend zu testen.

Die Ergebnisse aller Einzelfragen und Fragerunden sind über Österreich-Karten abrufbar. Hier werden die angegebenen oder eingesprochenen Dialektausdrücke angezeigt bzw. hörbar gemacht. Für die Benützer:innen der App werden auf diese Weise Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Dialekten verschiedener Regionen und Generationen erfahrbar.

Das OeDA-Projekt wird über das Programm "Top Citizen Science" vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF gefördert. "Wir freuen uns, das Projekt endlich in ganz Österreich starten zu können", sagt Stephan Elspaß, einer der drei Projektleiter. Interessierte Bürger:innen sind hier also zum einen als Dialektexpert:innen gefragt, und zum anderen werden ihnen die Ergebnisse zum aktuellen Sprachgebrauch auch unmittelbar zugänglich gemacht. Denn wenn es um Sprache geht, können alle mitreden.

Hier finden Sie nähere Informationen zum OeDA Projekt