VDI Wettbewerb Integrale Planung "Wohnen 4.0"

Die Studierenden der TU Wien, Robert Koch, Stefan Schützenhofer, Raffael Aumülle

Die Studierenden der TU Wien, Robert Koch, Stefan Schützenhofer, Raffael Aumüller und Robin Jakoubek erhielten den 2. Preis für ihre Idee des Wohnbaumoduls.

Insgesamt haben 21 Teams von 6 Hochschulen ihre Entwürfe zum VDI-Wettbewerb Integrale Planung Wohnen 4.0 eingereicht. Jedes Team musste drei Planwerke anfertigen, die die wichtigsten Informationen zu ihrem Entwurf enthielten. Die besten Teams wurden zur Endausscheidung am 23. Juni 2017 nach Stuttgart eingeladen. Anhand ihrer erstellten Pläne bekamen die Studierenden-Teams dort zehn Minuten Zeit, die wichtigsten Aspekte ihrer Entwürfe der Fachjury zu präsentieren.

Die Studierenden sollten ein Gebäudekonzept entwickeln, das einem modularen Bauprinzip folgt. Es sollte auf möglichst unterschiedlichen Grundstücken funktionieren können. Die Bildung einer "Adresse", also einer eindeutigen Wiedererkennbarkeit, war ebenfalls zu berücksichtigen. Das zu planende Grundstück lag in Hamburg, im Stadtteil Billstedt.
Die Studierenden der TU Wien, R obert Koch, Stefan Schützenhofer, Raffael Aumüller und Robin Jakoubek erhielten den 2. Preis. Besonders hervorzuheben war bei ihrem Entwurf die besonders gut gelungene architektonische und städtebauliche Einbindung.

Projektbeschreibung: WOHNBAUMODUL
Die namensgebende Grundidee leitet sich aus den Wohneinheiten ab, die über die drei Nutzungsphasen beinahe beliebig, oder um es besser auszudrücken, je nach Erfordernis der von der Projektverwaltung gewünschten Wohnungsgrößen kombiniert werden können. Das Grundmodul, die Ein-Zimmer-Wohnung, welches der vorherrschende Typ in der ersten Phase des studentisch genutzten Wohnraumes sein soll, kann in den weiteren Phasen durch Zusammenlegen von bis zu vier Modulen auf eine Vier-Zimmer-Familienwohnung wachsen. Diese Module an verschiedenen Wohnungsgrundrissen werden ineinander verstrickt und in fünf oberirdischen Geschoßen gestapelt zu zwei Baukörpern in Form von länglichen Riegeln. Der längere der beiden platziert sich an der Straßenfront zur Reclamstraße hin, während der zweite verdreht zum ersten, eine einladende Öffnung zur Fußgängerzone der Möllner Landstraße ermöglicht. Der daraus entstehende Platz in der Mitte schafft durch sanftes Absenken eine barrierefreie Erschließung des Untergeschoßes. Dieses Herabsetzen ermöglicht wiederum ab der zweiten Umnutzungsphase eine zweigeschoßige Veranstaltung zu implementieren, während in der ersten Phase einige Wohnungen im Erdgeschoß keine direkte Einsicht von außen haben. Den geforderten Veranstaltungsräumen wird mit bis zu drei Sälen nachgekommen, wobei auch hier die Anzahl und somit Fläche je nach Erfordernis zum Zeitpunkt der Umnutzung angepasst werden kann. Vielleicht genügen später doch nur zwei Säle zugunsten von dringend benötigter Wohnfläche?
Die Konstruktion besteht zum größten Teil aus modernen Holzwerkstoffen, welche den hohen Ansprüchen der Umnutzungsphasen auch aus technisch möglicher Umsetzbarkeit gerecht werden können. Durch den Einsatz von CLT werden die nachträgliche Herstellung von Deckenöffnungen sowie bereits vorkalkulierte Wanddurchbrüche ohne allzu großen Aufwand möglich. Durch geschicktes Dimensionieren der Statik halten sich die Abmessungen der einzelnen Bauteile in vertretbaren Grenzen, was auch die Montage der im Werk vorfabrizierten Konstruktionen erheblich erleichtert. Somit werden die Transportabmessungslimits nicht überschritten.

Das Projekt wurde im Rahmen der multidisziplinären Lehrveranstaltung "Integrales Design Studio" entwickelt, welche als Kooperation der Lehrenden und Studierenden der Fakultäten für Bauingenieurwesen, Architektur und Maschinenbau bereits in sechsten Durchlauf abgehalten wird. Integrales Design Studio wird von der Forschungsgruppe für Integrale Planung am Institut für interdisziplinäres Bauprozessmanagement geleitet, mit dem Ziel die durch Building Information Modelling gestützte Planung in interdisziplinären Teams zu fördern.


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