TU Wien erfolgreich bei KIC-Forschungsgroßprojekten der EU

In Form von ,,Knowledge and Innovation Centers" hat die EU eine Initiative für innovative Spitzenforschung initiiert - mit besonders hoher Erfolgsrate für Projektanträge.

Knowledge and Innovation Communities (KICs) sind Netzwerke der leistungsfähigsten Institute, Universitäten und industriellen Forschungszentren im Bereich Forschung & Technologie, höhere Ausbildung und Innovation. Sie werden vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT) zur Umsetzung der Ziele von Horizon2020 eingerichtet - insbesondere im Hinblick auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Europas.

Die TU Wien profitiert von diesem Netzwerk - so ist etwa die Bauingenieurin Ildiko Merta (Institut für Hochbau und Technologie) am KIC ,,Raw Materials" beteiligt. Dabei handelt es sich um eine europaweite Forschungsplattform, die das Thema Rohmaterialen in einem weiten Sinne stärker beforscht und Akteur_innen aus Forschung und Industrie besser vernetzen soll.

Aluminium für die Bautechnologie
Im Rahmen dieses ,,KIC Raw Materials" wurde nun ein neues Forschungsprojekt genehmigt, das Anfang 2019 startet. Im Fokus steht dabei der Rohstoff Aluminium: ,,Derzeit landen aluminiumhaltige Abfälle, etwa aus der Stahlindustrie, einfach in Deponien", sagt Ildiko Merta. ,,Das ist schade, denn das Aluminium ist ein wertvoller Rohstoff, der weiterverwendet werden sollte."

Seit Jahren beschäftigt sich Ildiko Merta mit der Verbesserung von Baustoffen. Dieses Wissen will sie jetzt nutzen, um Aluminium aus Deponien für Anwendungen im Bau verwertbar zu machen. ,,Man könnte etwa metallhaltiges Granulat herstellen, das sich für den Bau eignet, sodass dafür weniger Zement verwendet werden muss", glaubt Merta. Zement benötigt in der Herstellung besonders viel Energie - eine Reduktion des Bedarfs könnte unseren Baubetrieb daher insgesamt umweltfreundlicher machen.

Weitere KIC ,,Raw Materials" Aktivitäten
Bereits im Vorjahr war Peter Filzmoser (Institut für Stochastik und Wirtschaftsmathematik) bei den KIC Added Value Activities (KAVA) erfolgreich und hat gemeinsam mit Partnern rund um den finnischen geologischen Dienst an einem Projekt zur geochemischen Exploration mitgewirkt.

Ildiko Merta arbeitet derzeit auch im Team zur Vorbereitung des "Educational Strategic Document" der Region East and South East Europe (ESEE ) mit.

Interessierte an den Aktivitäten können sich im Herbst beim nächsten Brokerage Event in Berlin (15./16. Oktober 2018) mit den anderen Mitgliedern austauschen, vernetzen und gemeinsam Projekte initiieren. Der nächste KAVA Call wird im Herbst ausgeschrieben.