Stefan Haudum: Vom Fußballfeld in den Hörsaal und zurück

Stefan Haudum, Credit: Maurice Shourot

Stefan Haudum, Credit: Maurice Shourot

Dank eines speziellen Förderprogramms konnte Bundesliga-Kicker Stefan Haudum an der JKU sein Studium abschließen.

Stefan Haudum ist 26 Jahre alt und spielt seit diesem Jahr beim SCR Altach in der Bundesliga. Dort überzeugt er immer wieder mit seinem Talent und Einsatz. Apropos Talent und Einsatz: Ganz "nebenbei" hat er auch das Wirtschaftswissenschafts-Studium an der JKU abgeschlossen. Wie man Spitzensport und Studium unter einen Hut bringt und welche Eigenschaften in beiden Fällen gefragt sind, erzählt er im Interview.

Weshalb hast du dich für ein Wirtschaftswissenschafts-Studium an der JKU entschieden?
Stefan Haudum: Weil ich nach meinem Zivildienst in Linz als Fußballer tätig war und unbedingt studieren wollte, war es naheliegend, das an der JKU zu machen. Ich wollte mich noch nicht auf einen Beruf festlegen und habe WiWi gewählt, weil ich ein Grundwissen der Wirtschaft erwerben wollte auf das ich nach meiner Fußball-Karriere aufbauen kann, je nachdem auf was ich mich dann spezialisieren möchte.

Wie hast du die JKU erlebt?
Stefan Haudum: Sehr positiv. Ich habe sehr gerne Zeit an der JKU verbracht und mich auch immer sehr wohl gefühlt. An dieser Uni fehlt es einem als Student an nichts. Natürlich war ich auch auf dem ein oder anderen Sommerfest der JKU.

Musstest du viele Autogramme geben?
Stefan Haudum: Nein. Wenn ich auf der Uni war habe ich mich immer als Student gefühlt und nicht als jemand Anderes. Ich bin auch froh, dass mich meine Kolleginnen und Kollegen beim Studium als normalen Studenten behandelt haben.

Das KADA-Programm unterstützt Spitzensportler*innen beim Studium. Hast du davon profitiert?
Stefan Haudum: KADA hat mir in einigen Situationen sehr geholfen. Vor allem bei zeitlichen Problemen mit Training und Kursen hat es KADA immer geschafft passende Lösungen zu finden. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Was planst du mit dem Studium anzufangen?
S
tefan Haudum: Im Moment bin ich sehr froh, dass ich es geschafft habe mein Studium abzuschließen. Jetzt werde ich versuchen mich auf den Sport zu konzentrieren und in meiner Freizeit andere Dinge zu machen, für die ich während des Studiums oft keine Zeit hatte. Allerdings kann ich mir schon vorstellen in naher Zukunft auch ein aufbauendes Studium zu beginnen.

Was ist schwieriger: Bundesliga-Erfolge zu erspielen oder ein Studium zu absolvieren?
S
tefan Haudum: Sehr schwierige Frage, ich glaube dass es dafür auch keine Antwort gibt. Beides erfordert sehr viel Disziplin, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen. Sowohl im Sport als auch im Studium gibt es immer wieder Rückschläge. Man arbeitet bei beidem für den Erfolg. Als Sportler ist es ein wunderbares Gefühl Spiele zu gewinnen und als Student strebt man danach Prüfungen zu schaffen, was auch ein Glücksgefühl auslöst.

Spitzensport ist sehr zeitintensiv - wie hast du es geschafft, Studium und Training unter einen Hut zu bringen?
Stefan Haudum: Zu Beginn meines Studiums habe ich noch nicht Bundesliga gespielt und hatte auch mehr Zeit für mein Studium. Als ich dann zum LASK kam, wurde es schwieriger Studium und Sport zu kombinieren. Vor allem weil wir auch viel auf Auslandsreisen waren und ich kaum Zeit hatte an der JKU anwesend zu sein. Ich habe trotzdem versucht immer Kurse und Prüfungen zu absolvieren, was mir auch jedes Semester gut gelungen ist. Den ersten Lockdown letztes Jahr habe ich dann genutzt um meine Bachelorarbeit zu schreiben. Dieses Semester konnte ich meine letzten Kurse online absolvieren und somit mein Studium abschließen. Ich habe immer versucht mein Studium nicht zu vernachlässigen und bin froh, dass ich so ehrgeizig war - auch wenn es oft nicht einfach war.

Fußball und viele weitere Sportarten werden auch an der USI der JKU angeboten - und dazu muss man kein Profi sein.


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