Rheumatoide Arthritis: Scores zur Beurteilung der Krankheitsaktivität werden zunehmend von Klinik und Forschung akzeptiert

Zwei an der MedUni Wien entwickelte Indizes zur Beurteilung der Krankheitsaktivität bei Rheumatoider Arthritis werden zunehmend zum Gold-Standard in der klinischen und wissenschaftlichen Anwendung. Der ,,Simplified Disease Activity Index" und der ,,Clinical Disease Activity Index" erfassen Veränderungen, ermöglichen eine gute Unterscheidung zwischen niedriger, mittlerer und hoher Krankheitsaktivität, enthalten Remissionskriterien und sind im klinischen Routinealltag einfach einsetzbar. Die Einnahmen durch die geschützten Urheberrechte fließen zum größten Teil wieder direkt in die Rheumatologieforschung an der MedUni Wien zurück.

Daniel Aletaha und Josef Smolen von der Klinischen Abteilung für Rheumatologie der Universitätsklinik für Innere Medizin III der MedUni Wien/AKH Wien forschten in jahrelanger Zusammenarbeit an besseren und einfacher anzuwendenden Instrumenten zur Beurteilung der Krankheitsaktivität bei Rheumatoider Arthritis. Sie entwickelten den ,,Simplified Disease Activity Index", abgekürzt SDAI, der auf der Untersuchung von 28 Gelenken, einer Beurteilung der Krankheitsaktivität durch PatientIn und Arzt/Ärztin und der Messung des CRP-Wertes beruht. Lässt man den Laborwert CRP weg, kommt man zu dem noch einfacher zu errechnenden ,,Clinical Disease Activity Index", kurz CDAI.

Der SDAI und der CDAI spiegeln gut die Krankheitsaktivität wieder, erfassen Veränderungen, ermöglichen eine gute Unterscheidung zwischen niedriger, mittlerer und hoher Krankheitsaktivität, enthalten Remissionskriterien und sind im klinischen Routinealltag einfach einsetzbar.

Auf Grund dieser Vorteile werden die Scores nun weltweit auf Empfehlung zahlreicher Gesellschaften für Rheumatologie im medizinischen Alltag als einfache und verlässliche ,,Gold-Standards" eingesetzt. Weiters hat die Europäische Zulassungsbehörde EMEA diese Scores als Endpunkte in klinischen Studien der RA stipuliert, wo sie bereits seit einigen Jahren als fixer Bestandteil zu finden sind.

Einnahmen aus Urheberrechten fließen zurück in die Forschung
Der medizinische Einsatz sowie die kommerzielle Verwertung der urheberrechtlich geschützten Scores hat sich mittlerweile sehr gut etabliert und sowohl kleinere als auch große international tätige Pharmafirmen nutzen die an der MedUni Wien neu entwickelten Instrumente, etwa für klinische Studien. Daraus ließen sich beachtliche Einnahmen für die MedUni Wien lukrieren, von denen 70 Prozent wieder direkt in die Forschung der Klinischen Abteilung für Rheumatologie investiert werden

Die für die Kommerzialisierung neuer Technologien zuständige Stelle an der MedUni Wien ist die Abteilung für Technologietransfer (www.meduniwien.ac.at/technologietransfer). Bei Verwendung der Scores in der wissenschaftlichen Forschung und in der klinischen Routine fordert die MedUni Wien selbstverständlich keine Gebühren.


This site uses cookies and analysis tools to improve the usability of the site. More information. |