Nachberuflich durchstarten an der Universität Wien

© Andrea Schwarzová/Universität Wien

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"Studium Generale - Das nachberufliche Studium" erfolgreich angelaufen

Anfang März haben erstmals Studierende mit dem Universitätslehrgang "Studium Generale" an der Universität Wien begonnen. Mehr als 90 TeilnehmerInnen besuchen in diesem Semester das erste nachberufliche Studium in Österreich, das auch mit einem akademischen Grad abgeschlossen werden kann. Bewerbungen sind laufend möglich.

Das Allgemeinwissen vertiefen und sich mit aktuellen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen fundiert auseinandersetzen: Das liegt oftmals im Interesse von Personen, die sich in der nachberuflichen Phase befinden. Seit März bietet die Universität Wien speziell für diese Personen eine Zusammenschau aus ausgewählten wissenschaftlichen Disziplinen an und bündelt diese zu einem "Studium Generale", das auch mit dem akademischen Grad "Master of Arts (MA)" abgeschlossen werden kann. "Während des Berufslebens bleibt oft zu wenig Zeit, ein Studium aufzugreifen. Das Studium Generale eröffnet die Möglichkeit, nach der Berufslaufbahn Wissen zu vertiefen, Neues zu lernen und Dinge zu erfahren, die man schon immer wissen wollte", sagt Christa Schnabl, Vizerektorin für Lehre an der Universität Wien.

"Das Studium Generale gibt mir erstmals die Möglichkeit, mich auf wissenschaftlicher Ebene mit diversen Themen zu beschäftigen. Ganz besonders gereizt hat mich, Menschen kennen zu lernen die ähnliche Interessen haben wie ich", fasst Teilnehmerin Doris Widhalm ihre Motivation zusammen.
In diesem Semester stehen die Fächer Soziologie, Philosophie, Molekularbiologie, Zeitgeschichte, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaften am Programm. Die Lehrveranstaltungen sind eigens für die Zielgruppe konzipiert und finden exklusiv für die TeilnehmerInnen statt. Im ersten Semester haben sich in etwa gleich viele Frauen wie Männer für das Studium Generale angemeldet, wobei die Altersspanne von 53 bis 82 Jahren reicht.

"Besonders hervorheben möchte ich, dass es sich bei dem Studium um keine Frontalvorlesung handelt, sondern es wird ein sehr persönlicher Dialog auf Augenhöhe zwischen den Lehrenden und uns rund 30 studierenden ’älteren Semestern’ geführt. Das ist Studium im wahrsten Sinn des Wortes. Lernen bzw. sich bilden macht so auch mit 60 plus wirklich noch Freude", zeigt sich Teilnehmer Michael Penninger begeistert.

Interessierte können sich jedes Semester für einen Platz bewerben. Die Kosten liegen für das "Studium Generale" mit Abschluss als Akademische/r Absolvent/in (vier Semester) bei 4.800 Euro. Die Variante mit Masterabschluss (sechs Semester) kostet 6.000 Euro.

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