Musik im Krankenhaus - online, aber live und individuell

Eine Kooperation zwischen der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und der Universitätsklinik für Radioonkologie von MedUni Wien und AKH Wien bringt etwas Ablenkung, Freude und ,,Normalität" in den Krankenhausalltag von KrebspatientInnen. Das Projekt untersucht darüber hinaus das interprofessionelle Lernen zwischen MusikerInnen und MusiktherapeutInnen. Es ist eingebettet in ein internationales Forschungsprojekt an dem auch Zentren in Groningen, Den Haag und London beteiligt sind. Projektstart war der 22. Februar 2021.

Eine Klarinettistin, eine Fagottistin und ein Akkordeonspieler sitzen vor Mikros und Kameras in einem Konzertsaal der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Das Publikum befindet sich im Krankenhaus. Die PatientInnen der Universitätsklinik für Radioonkologie von MedUni Wien und AKH Wien können die Musikdarbietung über ein Tablet, das ihnen eine MitarbeiterIn des Projekts direkt ans Bett bringt, sehen und hören.

Das Trio, bestehend aus MusikerInnen und MusiktherapeutInnen, spielt improvisierte Musik - maßgeschneidert nach den Wünschen und Bedürfnissen der PatientInnen und bringt somit etwas Ablenkung, Freude und ,,Normalität" in den Krankenhausalltag.
Diese Initiative beruht auf einer Kooperation zwischen der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und der Universitätsklinik für Radioonkologie von MedUni Wien und AKH Wien.

Multizentrisches Forschungsprojekt
Eingebettet ist dieses Forschungsprojekt in ein internationales Multi-Centre-Konsortium ,,ProMiMiC - Professional Excellence in Meaningful Music and Healthcare", zu dem außer Wien noch Groningen, Den Haag und London gehören. In Groningen und Den Haag liegt der Forschungsfokus auf dem interprofessionellen Lernen zwischen MusikerInnen und Pflegepersonal und der Förderung empathischer Fähigkeiten von Pflegekräften. In Wien wird das interprofessionelle Lernen zwischen MusikerInnen und MusiktherapeutInnen untersucht und in London steht das ,,situational learning" von MusikerInnen im Mittelpunkt.

Ursprünglich sollte dieses Projekt, dessen Konzept in den Niederlanden bereits umfassend wissenschaftlich evaluiert wurde, auch in Wien in physischer Präsenz stattfinden, d.h. dass das Ensemble live auf der Station spielt. Aufgrund der COVID-19-bedingten Einschränkungen wurde das Konzept adaptiert und findet nun als Online-Angebot statt. Gerade in Zeiten, in denen Besuche auf den Stationen nur eingeschränkt stattfinden können, stellt solch ein persönlicher musikalischer Kontakt einen besonderen Moment für die PatientInnen, aber auch für MitarbeiterInnen der Station dar.


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