Frauen in der Wissenschaft: Der Frauentag 2020 an der Universität Wien

Mit dem Projekt ’Der Muse reicht’s’ der Künstlerin Iris Andras

Mit dem Projekt ’Der Muse reicht’s’ der Künstlerin Iris Andraschek weist die Universität Wien seit 2009 auf die bislang nicht erfolgte Ehrung der Leistung von Wissenschafterinnen hin. (© Georg Herder)

Am Freitag, 6. März, finden anlässlich des internationalen Frauentages Sonderführungen durch die Geschichte des Frauenstudiums im Hauptgebäude der Universität Wien statt. Mit dem Marie Jahoda-Stipendium gibt es außerdem ein spezielles Förderprogramm für Forscherinnen, die aufgrund von familiärer Sorgearbeit ihre wissenschaftliche Laufbahn unterbrechen mussten.

Im Rahmen von Sonderführungen durch das Hauptgebäude der Universität Wien wird ein kritischer Blick auf den langen Weg zum "Frauenstudium" geworfen, ohne den Gegenwartsaspekt des Themas aus dem Auge zu verlieren. Besonderes Augenmerk gilt der ersten Generation an Wissenschafterinnen: Biographien von Elise Richter bis Berta Karlik werden vorgestellt, beide seit der 650-Jahr-Feier auch mit Büsten im Arkadenhof vertreten. Die Führungen finden anlässlich des Frauentags am Freitag, 6. März, statt.

Wiedereinstieg in die Wissenschaft
Das Marie Jahoda-Stipendium ist eine Fortentwicklung des Back-to-Research Grants und fördert exzellente Postdoc-Wissenschafterinnen, die aufgrund von Pflegeoder Betreuungsaufgaben ihre wissenschaftliche Biographie unterbrechen oder reduzieren mussten. Die Universität Wien möchte damit zu einer besseren Vereinbarkeit von Wissenschaftskarriere und Familie beitragen.

Seit dem Wintersemester 2019/20 ist das Stipendium nach der renommierten Sozialwissenschafterin Marie Jahoda benannt, deren wissenschaftliche Karriere an der Universität Wien begann. Neben dem Namen wurde auch die Dotierung geändert: Sowohl die Anzahl der Stipendien als auch die Höhe wurde angehoben. Insgesamt wurden 10 Stipendien à 30.000 Euro ausgeschrieben. Erstmals konnten sich alle Fakultäten und Zentren der Universität Wien für das Stipendium bewerben.

Frauen in den Naturwissenschaften
Die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie den Diskriminierungsschutz zu gewährleisten, sieht die Universität Wien als wichtige Voraussetzung für ihre Innovationskraft und Forschungsstärke. In vielen Fächern sind Frauen bereits stark vertreten - aber nicht in allen. So ist die Zahl der Frauen, die in naturwissenschaftlichen Bereichen forschen und arbeiten, verhältnismäßig klein. Deshalb hat die Fakultät für Lebenswissenschaften mit "Women in Biology" eine Initiative ins Leben gerufen, die Frauen speziell im Fach Biologie fördern und so zur Gleichstellung von Männern und Frauen an der Universität beitragen soll.

Führungen durch die Geschichte des Frauenstudiums
Zeit: Freitag, 6. März 2020, 14 und 16 Uhr
Ort: Hauptgebäude der Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien
Zum Veranstaltungskalender


This site uses cookies and analysis tools to improve the usability of the site. More information. |