Festakt zur Eröffnung des Gerda Lerner Hörsaals an der Universität Wien

Gerda Lerner, eine der einflussreichsten Historikerinnen des 20. Jahrhunderts (©

Gerda Lerner, eine der einflussreichsten Historikerinnen des 20. Jahrhunderts (© University of Wisconsin-Madison Archives (ID# S05705))

Dienstag, 7. Juni, 18 Uhr, Hauptgebäude

Am Dienstag, 7. Juni, 18 Uhr, wird der Hörsaal 41 im Hauptgebäude der Universität Wien in einem Festakt nach der bekannten Historikerin Gerda Lerner benannt. Neben den Historikerinnen Gabriella Hauch und Johanna Gehmacher werden auch Rektor Heinz W. Engl und Sebastian Schütze, Dekan der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät und designierter Rektor der Universität Wien, bei dem Festakt anwesend sein.

Der Festakt findet im Hauptgebäude Universität Wien, Stiege 2, 1. Stock, Hörsaal 41, statt. Nach Grußworten hält die Historikerin Gisela Bock als Expertin für feministische Geschichtswissenschaften den Festvortrag "Gerda Lerner als Historikerin und Aktivistin der Women’s History: transatlantische Aspekte". Durch den Abend führen Johanna Gehmacher, Professorin am Institut für Zeitgeschichte, Gabriella Hauch, Professorin am Institut für Geschichte, sowie Katharina Prager von der Wienbibliothek im Rathaus.

Als eine der einflussreichsten Historikerinnen des 20. Jahrhunderts trug Gerda Lerner, geb. Kronstein (1920 - 2013), maßgeblich zur Institutionalisierung des Faches Frauenund Geschlechtergeschichte bei. Aufgrund der Machtergreifung des Nationalsozialismus konnte sie das geplante Studium an der Universität Wien nie beginnen. 1938 flüchtete sie, jüdischer Herkunft, in die USA. Dort studierte sie Geschichte und etablierte als Professorin 1968 das erste Masterprogramm für Frauengeschichte am Sarah Lawrence College, 1990 das erste PhD-Programm in diesem Fach an der University of Wisconsin.

Ihr Werk zeichnet sich durch zeitübergreifende Fragestellungen zur Veränderung der Geschlechterverhältnisse, kritische Reflexion von Methoden und Begriffen sowie durch die Sichtbarmachung neuer Quellen zur Geschichte des Sexismus und Rassismus aus. Mit ihren innovativen, gut lesbaren Werken legte Lerner Grundlagen für einen geschlechtergerechten Blick auf die Vergangenheit und veränderte die Geschichtswissenschaften. In Österreich wurde sie erst spät mit zahlreichen Preisen und 1997 mit der Würde des Ehrendoktorats der Universität Wien ausgezeichnet.

Der Festakt ist eine Kooperationsveranstaltung der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, des Instituts für Geschichte, des Instituts für Zeitgeschichte, des Forschungsschwerpunkts Frauenund Geschlechtergeschichte an der Universität Wien und der Wienbibliothek im Rathaus.

Programm-PDF

theresa.adamski(at)univie.ac.at

Festakt Eröffnung Gerda Lerner Saal Dienstag, 7. Juni 2022, 18 Uhr Hauptgebäude der Universität Wien, Stiege 2, 1. Stock, Hörsaal 41
1010 Wien, Universitätsring 1


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