Erwin-Domanig-Preis 2019 für Nina Worel

Nina Worel von der Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin der MedUni Wien hat den Erwin-Domanig-Preis 2019 bekommen, den die Österreichische Gesellschaft für Blutgruppenserologie, Transfusionsmedizin, regenerative Medizin und Immungenetik (ÖGBT) für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin alle zwei Jahre vergibt.

In ihrer Arbeit "Extracorporeal photopheresis (ECP) as second-line therapy for patients with acute graft-versus-host disease (aGVHD): does the number of cells treated matter?" konnte sie in 99 Patienten mit 1215 ECP Behandlungen zeigen, dass in der multivariaten Analyse keine Korrelation zwischen behandelter Zellzahlen und dem Ansprechen der aGVHD existiert. Receiver operating characteristic (ROC) Kurven Analysen wiesen allerdings mit 75% Sensitivität auf einen Zusammenhang zwischen Therapieansprechen und einer Zellzahl von 8,4 x106/kg Lymphozyten bzw. 13,9 x106/kg Mononukleären Zellen pro Einzelbehandlung während des ersten Monats hin. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass offensichtlich nur eine geringe Menge an behandelten Zellen erforderlich ist, um einen immunmodulatorischen Effekt anzustoßen (Transfusion 2018;58:1045-1053).

Zur Person
Seit April 1994 ist Nina Worel an der Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin an der MedUni Wien beschäftigt. Ihr wissenschaftliches Interesse gilt vor allem der Zelltherapie und den therapeutischen Aphereseverfahren. Dieses Gebiet war auch Grundlage für ihre Habilitationsschrift. Im Oktober 2003 bekam sie die ,,Venia docendi" für das Fach Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin verliehen. Seit dem Jahr 2000 ist sie Leiterin des Bereichs therapeutische Apheresen und seit 2001 Leiterin des Bereichs Entnahme und Bearbeitung von Stammzellen/Knochenmark einschließlich Kryokonservierung, Langzeitlagerung und Ausgabe.