Einzigartiger Grasbaum vor der Blüte

Der Grasbaum im Botanischen Garten der Universität Wien. (© Rudolf Hromniak)

Der Grasbaum im Botanischen Garten der Universität Wien. (© Rudolf Hromniak)

Pflanze im Botanischen Garten der Universität Wien blüht zum ersten Mal

Grasbäume sind eigentlich in Australien heimisch. Doch seit vielen Jahrzehnten wächst auch im Botanischen Garten der Universität Wien ein Exemplar. Nun hat die Pflanze erstmals begonnen, einen Blütenstand auszubilden, der in den nächsten Wochen aufblühen wird.

Über die genaue Herkunft des importierten Grasbaums sind keine genauen Aufzeichnungen erhalten. Womöglich stammt er aus einer Sendung australischer Pflanzen, die den Botanischen Garten Ende des 19. Jahrhunderts aus Sydney erreicht hat. Grasbäume wachsen sehr langsam, maximal einen Zentimeter pro Jahr schaffen sie in freier Wildbahn. Der Wiener Grasbaum ist mittlerweile zwei Meter hoch, dazu kommt noch der über einen Meter hohe Blütenstand. "Vermutlich handelt es sich um das älteste und größte Exemplar von Grasbäumen in Europa", erklärt Gartendirektor Michael Kiehn von der Universität Wien.

Von den Grasbäumen mit ihrem charakteristischen Blattschopf gibt es insgesamt 28 Arten. Viele davon sind feuerresistent. Bei Kontakt mit Feuer tritt aus dem Stamm Harz aus. Der harzigen ,,Isolierschicht" können die Flammen nichts anhaben. Da die Pflanze (Gattung Xanthorrhoea) bisher noch nie geblüht hat, konnte die Art noch nicht bestimmt werden. Wenn sich die ersten Blüten öffnen, wird dies nachgeholt.

Während seiner Blütezeit, die etwa vier Wochen dauert, kann der Grasbaum im Eingangsbereich des Botanischen Gartens besichtigt werden. Darüber hinaus erfahren BesucherInnen bei den Wochenendführungen Wissenswertes über die Pflanze und weitere Gartenhighlights.

Wochenendführungen
Zeit: jeden Freitag & Samstag von Anfang März bis Ende Oktober, 15 Uhr englischsprachige Führung, 16 Uhr deutschsprachige Führung (Dauer ca. 1 Stunde).
Ort: Treffpunkt beim Gartenportier

Kosten 5 Euro. Keine Voranmeldung erforderlich.