Award of Excellence: Dissertation an der Fakultät für Informatik der TUW mit Staatspreis ausgezeichnet

Preisträger Eduard Eiben und Heribert Wulz (Stv. Sektionsleiter der Sektion IV)

Preisträger Eduard Eiben und Heribert Wulz (Stv. Sektionsleiter der Sektion IV)

Eduard Eiben wurde für seine herausragende Dissertation mit dem Staatspreis ’Award of Excellence’ des Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) ausgezeichnet. Die Verleihung fand am 5. Dezember in Wien statt.

Eduard Eiben wurde für seine Dissertation ’Exploiting new types of structure for fixed-parameter tractability’ ausgezeichnet. Die Arbeit wurde im Rahmen eines vom österreichischen Wissenschaftsfond FWF geförderten Forschungsprojektes am Institut für Logic and Computation an der Fakultät für Informatik der TU Wien durchgeführt. Weitere Mitglieder des Projektteams waren Prof. Stefan Szeider (Projektleiter) und Robert Ganian, die auch die ausgezeichnete Dissertation betreuten.

Mit diesem Staatspreis, der aus Mitteln der Studienförderung finanziert und mit EUR 3.000 dotiert ist, werden seit 2008 jährlich die 40 besten Dissertationen, über alle Studienfächer hinweg, ausgezeichnet.

Parametrisierten Komplexitätstheorie

In seiner Dissertation entwickelte Dr. Eiben effiziente Algorithmen für schwer zu lösende Berechnungsprobleme, die in der künstlichen Intelligenz und der Optimierung auftreten. Die Methodik der Arbeit folgt dem Paradigma der parametrisierten Komplexitätstheorie. ’Die parametrisierte Komplexitätstheorie hat die Algorithmik revolutioniert, da sie es ermöglicht, die strukturellen Eigenschaften von Problemeingaben zu berücksichtigen und algorithmisch auszunutzen’, sagt Szeider. Die Entwicklung neuer Konzepte, um solche strukturellen Eigenschaften mathematisch einzufangen, war eines der Hauptziele von Eibens Dissertation.

Doktoratskolleg ’Logical Methods in Computer Science’ (LogiCS)

Eduard Eiben ist der erste Absolvent des Doktoratskollegs ’Logical Methods in Computer Science’ (LogiCS), das 2014 von Professoren an TU Wien, TU Graz und JKU Linz ins Leben gerufen wurde.

’Mich freut besonders, dass eine algorithmische Arbeit prämiert wurde, denn Algorithmen werden in Zukunft einen immer wichtigeren Stellenwert in der technologischen Innovation bekommen’, sagt Georg Gottlob, der das LogiCS Doktoratskolleg leitet. Das Doktoratskolleg umfasst neben mathematischen Methoden der formalen Logik auch angewandte Themen wie Verifikation, Datenbanken, verteilte und cyber-physische Systeme und Informationssicherheit.

Mehr als 40 junge Forscher_innen aus 20 Ländern, davon etwa ein Drittel Frauen, finden schon jetzt an der TU Wien den optimalen Nährboden ihre Begeisterung für Logik und deren Anwendung in der Informatik weiterzuentwickeln. Nach einer gründlichen Evaluierung durch internationale Expert_innen investiert der FWF 2017 weitere 3,6 Millionen Euro in das Doktoratskolleg. Bedeutenden Aufwind erhält die Forschung an der Fakultät für Informatik der TU Wien auch durch das Vienna Center of Logic and Algorithms (VCLA), einem Kompetenzzentrum im Dienste der Logik und der Algorithmen.