Auf Pflanzenjagd mit Humboldt & Co

Kalifornischer Goldmohn (Escholzia californica), erhielt seinen Namen vom Dichte

Kalifornischer Goldmohn (Escholzia californica), erhielt seinen Namen vom Dichter und Naturforscher Adelbert Chamisso, der auf einer Forschungsreise die Welt umsegelte (© Rudolf Hromniak).

Austellung "Forscher, Sammler, Pflanzenjäger" im Botanischen Garten der Universität Wien

Wie kamen Tulpe und Hortensie in unsere Gärten, Flamingoblume und Usambaraveilchen auf die Fensterbank? Wie wurden Tee und Muskatnuss zu alltäglichen Genussmitteln? Mehr als 30 Botanische Gärten in Deutschland und Österreich beleuchten auf Initiative des Verbands Botanischer Gärten mit Themenführungen, Vorträgen und vor allem der Ausstellung "Forscher, Sammler, Pflanzenjäger - unterwegs mit Humboldt & Co" ab Juni die Schicksale der Männer und Frauen, die als PflanzensammlerInnen in entlegenste Winkel der Erde vordrangen.

Die Geschichten der PflanzensammlerInnen erzählen von haarsträubenden Erlebnissen, moralisch fragwürdigen Methoden und tragischen Schicksalen. Nicht selten setzen sie ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel: Pate der Ausstellung ist anlässlich seines 250. Geburtstages Alexander von Humboldt, der auf seinen Reisen unzählige Pflanzen sammelte.

Die Ausstellung im Botanischen Garten der Universität Wien

Auf 15 thematischen Tafeln entlang der Hauptallee werden neben den Akteuren der unterschiedlichen Epochen auch deren Motive für die Pflanzenjagd beleuchtet. Macht, Geld und wissenschaftliche Neugier waren die Haupttriebfedern - und sind es zum Teil noch heute. Monarchen schmückten sich mit exotischen Pflanzen, Kolonialmächte kämpften um Monopole auf profitable Nutzpflanzen, Orchideenjäger suchten die spektakulärsten Arten und Forscher die Erkenntnis. In der männlich geprägten Sammler-Szene behaupteten sich auch immer wieder außergewöhnliche Frauen, denen eine eigene Tafel gewidmet ist.

Weitere im Garten verstreute Ausstellungstafeln sind einzelnen PflanzenjägerInnen und ihren grünen Schätzen gewidmet. Individuelle Landkarten zeigen dabei ihre Reiserouten und Sammelgebiete. Neben international bedeutsamen Persönlichkeiten beleuchtet die Ausstellung vor allem das Leben von SammlerInnen aus dem deutschsprachigen Raum.

Eine Broschüre (80 Seiten) zur Ausstellung und ein Orientierungsplan sind beim Gartenportier erhältlich.

Ausstellung "Forscher, Sammler, Pflanzenjäger"
Zeit: 12.6. - 31.10.2019, Eröffnung am 12.6. 15:30 bis 19 Uhr (Mittwochsführung mit Gartendirektor Michael Kiehn, 5 Euro pro Person)
Ort: Freigelände des Botanischen Gartens der Universität Wien


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