25 Jahre Österreichisches Institut für Familienforschung

(©  rawpixel.com/Pexels / Pexels Lizenz )

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Forschungsimpulse für Wissenschaft, Politik und Gesellschaft

Im Mai 1994 wurde das Österreichische Institut für Familienforschung (ÖIF) gegründet. Seither hat das unabhängige ÖIF mit zahlreichen interdisziplinären Studien einen wesentlichen Beitrag zu einer wissenschaftlich fundierten Entscheidungsfindung in der Familienpolitik geleistet und ist zu einer unverzichtbaren Einrichtung für EntscheidungsträgerInnen auf Bundesund Landesebene und einem fixen Bestandteil der aka-demischen Familienforschung geworden. Das ÖIF ist einer qualitativ hochstehenden sozialwissenschaftlichen und empirischen Forschung verpflichtet, strebt nach Vernetzung und fungiert als Informationsdrehscheibe.

Die Gründung des ÖIF war das nachhaltigste Ergebnis des Internationalen Jahres der Familie 1994 und ein wesentlicher Impuls für die Wissenschaft, weil damit die Familienforschung in Österreich institutionalisiert wurde. Seit April 2006 ist das ÖIF an der Universität Wien angesiedelt und damit universitär verankert. "Durch die aktuell laufenden Evaluierungen familienpolitischer Maßnahmen ist das ÖIF ein wichtiger Impulsgeber für Politik und Gesellschaft", betont Wolfgang Mazal, Leiter des ÖIF.

Seriöse wissenschaftliche Forschung braucht Unabhängigkeit. Für das ÖIF bedeutet Unabhängigkeit die Autonomie bei der Themenund Methodenwahl sowie im Prozess der Erkenntnisgewinnung. So forscht das ÖIF unter anderem zu Elementarbildungsausgaben in Österreich, der Neugestaltung der Arbeitszeit und der Kinderbetreuung im internationalen Vergleich.

Das ÖIF versteht sich seit seiner Gründung auch als institutioneller Knotenpunkt im Netzwerk der FamilienforscherInnen in Österreich und steht auch international in regem Austausch mit WissenschafterInnen und Forschungseinrichtungen, wie etwa der EU-Family Platform oder dem International Network on Leave Policy & Research.

Ein weiterer bedeutender Aufgabenbereich ist die Aufbereitung und Weitergabe von Daten und Fakten. Die Verfügbarkeit von fundierten Informationen ist gerade beim Familienthema wichtig, das laufend im Zentrum der politischen und medialen Aufmerksamkeit steht.
Evaluierungen stellen einen zentralen Arbeitsbereich des ÖIF dar. Durch kritische und unabhängige Analysen des Leistungsportfolios kann für die Familienpolitik sichergestellt werden, dass angestrebte Reformen ihre Ziele erreichen. Evaluation ermöglicht die Überprüfung der Zielerreichung von familienbezogenen Maßnahmen mittels wissenschaftlicher Methoden. Die Ergebnisse zeigen positive und eventuell negative Auswirkungen von Maßnahmen und machen damit Optimierungsansätze sichtbar. "Familienforschung liefert die Grundlagen dafür, damit Familienpolitik jenseits von wohlklingenden Sonntagsreden treffsichere Maßnahmen setzen kann, die auch bei den Familien ankommen", meint Mazal. So evaluiert das ÖIF beispielsweise Reform des Kinderbetreuungsgeldgesetzes (KBGG) und des Familienzeitbonusgesetzes (FamZeitbG) sowie Potenziale der geförderten Familienberatungsstellen.

25 Jahre ÖIF Festveranstaltung

Zeit: Donnerstag, 16. Mai 2019 um 15 Uhr
Ort: 1090 Wien, Oskar-Morgenstern-Platz 1 - Sky Lounge der Universität Wien
Zur Website der Veranstaltung

Das ÖIF 1994 bis 2019
Am 17. Mai 1994 wurde das Österreichische Institut für Familienforschung gegründet. Im Internationalen Jahr der Familie startete das ÖIF unter der Leitung von Helmuth Schattovits, der es bis 2001 leitete, als gemeinnütziger Verein. 2006 wurde das ÖIF als Drittmittelprojekt der Universität Wien angegliedert. Seither wird es von Wolfgang Mazal als ehrenamtlichem Institutsleiter und Isabella Hranek als kaufmännischer Geschäftsführerin geführt. Seit seiner Gründung ist das ÖIF selbstständig, unabhängig und interdisziplinär. Aktuell beschäftigt das ÖIF 17 MitarbeiterInnen.

In den vergangenen 25 Jahren publizierte das ÖIF unter anderem 29 Bände der Schriftenreihe, 30 Forschungsberichte (seit 2009), 23 Hefte der Materialiensammlung (bis 2006), 91 Working Papers sowie 408 Ausgaben des redaktionellen Informationsdienstes
"beziehungsweise" mit ca. 1400 Artikeln.


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