Erfolgsgeschichte Hybrid-OP: MedUni Wien und AKH Wien bei komplexen Herz-Operationen weltweit top

Seit August 2017 ist im AKH Wien bzw. an der MedUni Wien der neue Hybrid-Operationssaal im Einsatz und wird gemeinschaftlich von den Klinischen Abteilungen für Kardiologie und Herzchirurgie betrieben. Er gilt als der modernste Europas und zeichnet sich durch eine ganz besondere Bildgebung aus. ,,Das ermöglicht uns komplett neue Eingriffe über immer kleinere Zugänge", erklärt der Herzchirurg Günther Laufer. ,,Insbesondere für die Aortenklappe stellt der transkatheter Klappenersatz aus derzeitiger Sicht bei Hochrisikopatienten das Mittel der Wahl dar", ergänzt der Kardiologe Christian Hengstenberg. Seither sind den Wiener Ärztinnen und Ärzten einige neue Operationen gelungen, die noch schonender für die PatientInnen verlaufen: Zuletzt konnte eine Aorteninsuffizienz mit einer neuartigen Klappe behoben werden, die sich eigentlich noch im Probestadium befindet - auch das war nur mit Hilfe dieser Angiographieanlage möglich. Dies ist die neueste Technologie, die derzeit in einem interdisziplinären Hybrid-OP zur Verfügung steht.

,,Die Qualität der Durchleuchtung ist einzigartig", sagt Martin Andreas von der Universitätsklinik für Chirurgie. ,,Und es ist über spezielle Programme möglich, simultan im Vorfeld erhobene Befunde (z.B. die Computertomographie oder Ultraschallbildern) in die Angiographieanlage einzuspielen und somit die volle Informationsbreite der Bildgebung zu nutzen. Hiermit wird es möglich, auch komplexeste Eingriffe interdisziplinär unter optimalen Bedingungen durchzuführen und neue Verfahren zu entwickeln" fügt Georg Goliasch von der Klinischen Abteilung für Kardiologie hinzu. Der Operationsverlauf wird über große Bildschirme überwacht. Das gibt den PatientInnen größtmögliche Sicherheit und den OperateurInnen die bestmögliche Kontrolle bei der Ausführung. Die PatientInnen und das Personal profitieren außerdem von geringstmöglicher Strahlenbelastung.

In diesem hochmodernen Hybrid-Operationssaal können nicht nur Implantationen von Aortenklappen über die Leistenadern, die Herzspitze oder die Hauptschlagader möglich gemacht werden, sondern auch die interventionelle Reparatur von Mitralherzklappen über die Leiste. Der Bedarf für solche komplizierten und zugleich schonenden Operations¬verfahren ist weltweit steigend.

International im Spitzenfeld
Von 24. bis 26. Jänner trifft sich die internationale Elite der kardiovaskulären Medizin in Wien zu einem interdisziplinären Fachkongress aus KardiologInnen, HerzchirurgInnen, RadiologInnen, AnästhesistInnen und KrankenpflegerInnen: C3-Meeting (Consensus / Controversies / Compromise in Cardiovascular Medicine; www.c3vienna.com). Die interdisziplinäre Leitung des Kongresses besteht aus Günther Laufer und Martin Andreas (Klinische Abteilung für Herzchirurgie) sowie Christian Hengstenberg und Georg Goliasch (Klinische Abteilung für Kardiologie). Neben den Fachvorträgen der international hoch-dekorierten RednerInnen werden aus dem Hybrid-OP des AKH Wien Live-Operationen in den Kongresssaal übertragen. Mit ähnlichen Live-Übertragungen ins Hörsaalzentrum der MedUni Wien sorgten die Wiener Ärztinnen und Ärzte bereits bei der Langen Nacht der Forschung in den Jahren 2016 und 2018 für erhebliches Aufsehen und für gewaltiges Interesse.

Für die Key Lecture zum Thema ,,Entzündung und Atherosklerose" konnte der weltweit angesehene Kardiologe und Herz-Kreislauf-Forscher Peter Libby von der Harvard Medical School gewonnen werden, der wie kein anderer das moderne Verständnis der Entstehung der Arterienverkalkung (Atherosklerose) geprägt hat - diese ist in unserer Bevölkerung der Killer Nummer eins.

Infos und Anmeldung: www.c3vienna.com


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