Dem Weltraumwetter auf der Spur

Christian Möstl erhält den Arne Richter Preis der European Geosciences Union (EG

Christian Möstl erhält den Arne Richter Preis der European Geosciences Union (EGU). Foto: Lichtmeister Photography. <a class="lightbox" rel="lightbox[news]" title="Durch koronalen Massenauswurf - das sind Ausbrüche von Sonnen-Plasma - können Sonnenstürme entstehen, die, wenn sie auf das Magnetfeld der Erde treffen, Polarlichter auslösen. Aber auch Störungen von Satelliten, Stromausfälle und Behinderungen des F" href=" Durch koronalen Massenauswurf - das sind Ausbrüche von Sonnen-Plasma - können Sonnenstürme entstehen, die, wenn sie auf das Magnetfeld der Erde treffen, Polarlichter auslösen. Aber auch Störungen von Satelliten, Stromausfälle und Behinderungen des Flugverkehrs sind mögliche Folgen. Foto: Solar Dynamics Observatory, NASA

Christian Möstl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Physik der Karl-Franzens-Universität sowie am Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, erhält kommende Woche als einer von vier JungforscherInnen den Arne Richter Preis, der von der European Geosciences Union (EGU) jährlich an herausragende junge WissenschafterInnen verliehen wird.
Aufhorchen ließ Möstl 2015 als Erstautor einer Nature-Studie, deren Resultat zukünftige Weltraumwetter-Prognosen deutlich verbessern soll. ,,Sonnenstürme können destruktive Auswirkungen auf technische Einrichtungen innerund außerhalb der Erdatmosphäre haben. Trifft ein Sonnensturm auf das Erdmagnetfeld, können in der Folge nicht nur Nordlichter auftreten, sondern auch Satelliten außer Kontrolle geraten oder es kommt sogar zu weitflächigen Stromausfällen. Deshalb nimmt die Verbesserung ihrer Vorhersagen in der Weltraumforschung eine zentrale Rolle ein", erläutert Möstl. ,,Ich freue mich sehr über diesen Preis, der jährlich weltweit an nur vier Personen in den gesamten Geowissenschaften vergeben wird."
Nach seinem Physik-Studium an der Universität Graz begann Möstl mit der Arbeit am IWF und an der Uni Graz, wo er in mehrere EU- und FWF-Projekten eingebunden war und vor allem die Entstehung und Ausbreitung von Sonnenstürmen untersuchte. Ein Marie-Curie-Stipendium führte ihn ein Jahr lang nach Amerika, wo er am Space Science Laboratory der University of California in Berkeley und am NASA Jet Propulsion Laboratory die ersten Auslandserfahrungen sammelte. Wieder zurück in Österreich vertiefte er seine Studien über die Echtzeit-Vorhersage von Sonnenstürmen.
Ausgezeichnet wird Möstl nun für sein besonderes Engagement in der Erforschung koronaler Massenauswürfe der Sonne, deren 3D-Struktur und Ausbreitung in der Heliosphäre sowie deren Auswirkungen auf die Erde. Der Arne Richter Preis wird dem Grazer Forscher im Rahmen der EGU-Generalversammlung überreicht, die vom 17. bis 22. April 2016 in Wien stattfindet. Neben Möstl werden insgesamt rund 20 IWF-WissenschafterInnen mit Vorträgen und Posterpräsentationen bei dieser Konferenz vertreten sein.

Nähere Informationen zum Preisträger:


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