Herausragende Arbeiten Salzburger Wissenschaftler mit dem Kurt‘Zopf’Förderpreis 2016 ausgezeichnet

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Fotonachweis: Kolarik

Fotonachweis: Kolarik

Der nach Kurt Zopf, einem Förderer der Universität Salzburg benannte Preis ging am 3. Mai 2017 an die Computerwissenschaftler Andreas Uhl und Nikolaus Augsten sowie den Psychologen Jens Blechert. Der Preis wird jährlich vergeben und ist mit insgesamt 15.000,- Euro dotiert. Wichtige Kriterien für die Preiswürdigkeit sind u.a. die Reputation des Publikationsmediums sowie die Neuheit und wissenschaftliche Bedeutung der Ergebnisse.

Andreas Uhl beschäftigte sich in seiner Arbeit mit Diagnose-unterstützenden Systemen in der Magen-Darm Endoskopie. Es geht vor allem darum, dem Arzt, der die Endoskopie durchführt, eine Entscheidungshilfe bei der Diagnose oder Biopsie-Entnahmestelle zu geben. Dies erfolgt durch Bildanalyse der Magen-Darm Schleimhaut während der Endoskopie, wo es z.B. um Dickdarmkrebsoder Zöliakiediagnose geht.

Die aufgenommenen Bilder/Videos zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie in unterschiedlichem Winkel und unterschiedlichem Abstand zur Schleimhaut aufgenommen werden, was das maschinelle Lernen von entsprechenden Schleimhautmustern erschwert. Uhl setzt sich in dieser Publikation mit der Entwicklung einer Erweiterung des populären "Local Binary Pattern" Operators aus der Mustererkennung auseinander, die mit diesen Änderungen der Datencharakteristik umgehen kann. Die entwickelte Methode ist nicht auf medizinische Bildverarbeitung beschränkt, sondern ist in jedem Setting einsetzbar, in denen es um Textur-Charakterisierung unter Skalierungsund Orientierungsunterschieden geht.

Experimente in der Arbeit belegen die ausgezeichnete Leistung der verbesserten Technik. Uhl ist derzeit Fachbereichsleiter am Fachbereich Computerwissenschaften und leitet verschiedene FWF und EU Projekte. Seine Forschungsschwerpunkte sind Verarbeitung von visuellen Daten und deren Sicherheit, etwa bei Biometrischen Systemen (Venen und Fingerabdruckbiometrie), Mediensicherheit (Bildund Videoverschlüsselung) und Analyse von medizinischen visuellen Daten zur Entwicklung von Diagnoseunterstützungssystemen.

Jens Blechert forscht seit 2011 in Salzburg zu den Themen Diäthalten, Essstörungen und Übergewicht. Dabei geht es um die psychologischen und neuronalen Grundlagen der Selbstregulation im Zusammenhang mit Essen. Neben Grundlagenstudien im Labor mithilfe von neurowissenschaftlichen Methoden setzt seine Arbeitsgruppe ’Neurogesundheitspsychologie’ auch Smartphone-Apps zur Erfassung und Beeinflussung von (ungesundem) Essen und Stress im Alltag ein. Diese Projekte werden durch den Europäischen Forschungsrat bis 2020 gefördert.

Die vorliegende Publikation ging aus einem Kollaborationsprojekt mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Zusammenarbeit mit Professor Julian Weghuber hervor und stellte die Frage, wie adipöse Jugendliche neuronal auf Bilder von schmackhaften Nahrungsmitteln reagieren und welche Rolle das Diäthalten dabei spielt.

Als Vergleichsgruppe dienten normalgewichtige Jugendliche. Interessanterweise reagierten adipöse Jugendliche mit strengem Diäthalten neuronal stärker auf Nahrungsmittelbilder als adipöse Jugendliche mit weniger strengem Diäthalten, während dieser Zusammenhang bei normalgewichtigen Jugendlichen genau umgekehrt vorlag. Dies weist auf die paradoxen Effekte von rigidem Diäthalten bei adipösen Jugendlichen hin und legt eine Hinwendung zu flexibleren Diäthaltestrategien nahe. Interessierte finden die aktuellen Studienprojekte der Arbeitsgruppe unter www.essforschung.at

Nikolaus Augsten verfasste die prämierte Arbeit gemeinsam mit dem Doktoranden Mateusz Pawlik. Die Arbeit stellte RTED, den weltweit schnellsten Algorithmus zur Berechnung der Unterschiede zwischen hierarchisch strukturierten Daten, der sogenannten Tree Edit Distance, vor. Seit Ende der 70er Jahre wird dieses Problem untersucht, es hat bisher jedoch keine befriedigende Lösung gegeben: Algorithmen, die für ausgewählte Datensätze sehr effizient waren, führten zu impraktikablen Laufzeiten für ungünstig strukturierte Daten; der Worst Case konnte nur um den Preis einer schlechten durchschnittlichen Performanz vermieden werden. RTED hebt dieses Dilemma auf und passt die Berechnungsstrategie an die Daten an.

Es wird gezeigt, dass die Strategie optimal in der Klasse aller bekannten Strategien ist. Dabei sind die Ergebnisse nicht nur von theoretischer Bedeutung, sondern können auch einem ausführlichen empirischen Vergleich standhalten: Auf Baumdaten mit 2000 Knoten ist RTED bis zu zehnmal schneller als alle anderen Algorithmen, und die Schere öffnet sich mit der Größe der Daten.

Augsten ist Professor für Datenbanksysteme am Fachbereich für Computerwissenschaften der Universität Salzburg. Er studierte Telematik an der TU Graz und promovierte 2008 an der Universität Aalborg in Dänemark. Bevor er 2013 an die Universität Salzburg kam, forschte er an der Freien Universität Bozen, Italien, an der TU München, sowie an der Washington State University, USA. In seiner Forschung interessiert sich Augsten für technische Problemstellungen im Zusammenhang mit der effizienten Speicherung, Aktualisierung und Abfrage von großen Datenmengen.

Die Jury wählte folgende Publikationen:

  • M. Pawlik, N. Augsten (2015): Efficient Computation of the Tree Edit Distance. In: ACM Transactions on Database Systems, 40 (1), Art.:3, 3:0-3:40,
  • J. Hofmann, E. Ardelt-Gattinger, K. Paulmichl, D. Weghuber, J. Blechert (2015): Dietary Restraint and Impulsivity Modulate Neural Responses to Food in Adolescents with Obesity and Healthy Adolescents. In: Obesity, 00, 1-7 und
  • S. Hegenbart, A. Uhl (2015): A scale-and orientation-adaptive extension of Local Binary Patterns for texture classification. In: Pattern Recognition, 48, 2633-2644.

Foto v.l.n.r.: Rektor Heinrich Schmidinger, Professor Andreas Uhl, Vizerektorin für Forschung Fatima Ferreira-Briza, Professor Jens Blechert und Professor Nikolaus Augsten. Fotonachweis: Kolarik

Migration einfach nur als Problem abzustempeln, greift zu kurz - werden dabei doch bestehende Ungleichheiten verschärft und die realen Machtverhältnisse ausgeblendet.

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Ab sofort ist die Anmeldung zur "ditact_women’s IT summer school" der Universität Salzburg bis spätestens 3. Juli möglich. Sie findet vom 21. August bis 2. September am Unipark Nonntal und an der Fachhochschule Salzburg statt: http://www.ditact.ac.at.

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Der nach Kurt Zopf, einem Förderer der Universität Salzburg benannte Preis ging am 3. Mai 2017 an die Computerwissenschaftler Andreas Uhl und Nikolaus Augsten sowie den Psychologen Jens Blechert. Der Preis wird jährlich vergeben und ist mit insgesamt 15.000,- Euro dotiert. Wichtige Kriterien für die Preiswürdigkeit sind u.a. die Reputation des Publikationsmediums sowie die Neuheit und wissenschaftliche Bedeutung der Ergebnisse.

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Über 100 Veranstaltungen gibt es in der Veranstaltungsreihe "Wissensmonat - Jetzt Zukunft erleben" in der wissen:stadt salzburg. Die Universität Salzburg ist mit dabei.

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Die wandert heuer mit gebündeltem Wissen in die Region Pongau. Zum Auftakt baut sie ihre Station in Bischofshofen auf. Am 16. und 17. Mai 2017 bietet die Universität Salzburg gemeinsam mit der FH Salzburg, dem EuropeDirect Informations¬zentrum Salzburg Süd und akzente Salzburg ein buntes und kostenfreies Programm.

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Das Österreichische Netzwerk für Migrationsgeschichte (ÖNM) ergänzt seit kurzem das Forschungsprofil des Fachbereichs Geschichte und bereichert dieses mit seinen Forschungs-, Ausstellungs-, Sammlungsund Publikationstätigkeiten im Rahmen der historischen Migrationsforschung. Gleichzeitig bildet das Netzwerk die Forschungssäule Migration, Labor and Urban Studies ab, die ebenfalls am FB Geschichte angesiedelt ist.

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Monika Frass, Professur für Alte Geschichte und Altertumskunde: "Kaufund Konsumverhalten im Alltagsleben der Antike" und Wohlmayr Wolfgang, Professur für Klassische Archäologie: "Archäologie - Wandel einer Disziplin" am Dienstag, 13. Juni 2017, 18.30 Uhr, Alte Residenz, Residenzplatz 1, Abguss-Sammlung Archäologie (SR E.33)

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MovieBreak - ein neues Veranstaltungsformat von PLUS Green Campus ‘MovieBreak - Spend your Lunchbreak with us!’ Unter diesem Motto lädt PLUS Green Campus in Kooperation mit der Klimaund Energiestrategie SALZBURG 2050 des Landes Salzburg zum ersten MovieBreak by PLUS Green Campus ein.

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16.5.: Vortrag mit Ass.- Thomas Herdin: Kulturelle Transformationsprozesse in China aus der interkulturellen und transkulturellen Perspektive

China zu verstehen heißt, Stereotype und Vorurteile zu vermeiden und stattdessen Werte und Normen der Gesellschaft zu beleuchten. Werte sind wichtige Schlüsselelemente von Kultur, sind die Grundlage von Überzeugungen und haben einen maßgeblichen Einfluss auf menschliches Handeln, persönliche Ziele und Motivationen, womit sie einen wesentlichen Teil der Identität des Menschen bilden.

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Vortrag von Xenia Kopf: StadtViertel, KunstQuartier. 16.05.2017, 17:00, Ort: Atelier im KunstQuartier, Bergstraße 12a. Im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung: ‘Experimentierraum Wissenschaft und Kunst’ konzipiert von den Dissertantinnen des Doktoratskollegs ‘Die Künste und ihre öffentliche Wirkung: Konzepte - Transfer - Resonanz’. http://www.w-k.sbg.ac.at/doktoratskolleg/oeffentliche-ringvorlesung (in Kooperation mit der UNI 55-PLUS)

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Symposium. Mi, 17. Mai 2017, 14-19.30 Uhr, W&K Atelier. Organisation & Moderation: Siglinde Lang/Sandra Chatterjee. Die eigene Lebenswelt aktiv mitgestalten zu können gilt als zivilgesellschaftliches Grundrechtund umfasst dabei auch das Bürgerrecht auf kulturelle Teilhabe. Doch wird dieses auch genutzt und in Anspruch genommen?

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Christina von Braun, Kulturtheoretikerin mit dem Schwerpunkt Geschlecht und Geschichte, Autorin und Filmemacherin, spricht im Rahmen der Ringvorlesung "POLEMIK UND GENDER. KONSTRUKTIONEN - DISTINKTIONEN - PROVOKATIONEN" im Unipark Nonntal (18.00-19.30h, Erzabt-Klotz-Str. 1, E.002 (Agnes Muthspiel) - www.w-k.sbg.ac.at/kunstpolemik-polemikkunst/aktuelles

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Dienstag, 23. Mai 2017, 19:00 Uhr, Saal der Salzburger Nachrichten (Karolingerstraße 40, Salzburg). Thema: "Die Weisheit Indiens. Was Hindus und Christen verbindet."

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18-19.30h, Podiumsdiskussion im Unipark zur aktuellen Debatte um "political correctness" mit Alexandra Weiss, Matthias Dusini und Michael Schmidt-Salomon

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Prof. Jürgen Popp, Leibnitz-Institut für Photonische Technologien, Institut für Physikalische Chemie der Universität Jena, spricht am Mi. 24. Mai 2017 um 17.15 Uhr im HS 403 an der NAWI zum Thema ‘Biophotonik - die Lösung für drängende medizinische Bedürfnisse!’’

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Professor Gerhard Vowe spricht über den Zusammenhang zwischen Migriationskrise und politische Kommunikation am FB Kommunikationswissenschaft/Universität Salzburg

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Mit der Philosophin Charlotte Werndl. Termin: 15.5., 19 Uhr, Panoramabar Lehen, Schumacherstr. 14.

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Manfred Auer hält am 19. Juni 2017 um 16 Uhr im Grünen Hörsaal (403) der NW-Fakultät einen Gastvortrag zum Thema "A Confocal Nanoscanning - On-bead Screening Platform (CONA) for basic and translational science". Der Fachbereich Molekulare Biologie lädt herzlich dazu ein!

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Workshop zum Thema ‘Evidence, Uncertainty and Decision Making with a particular Emphasis on Climate Science’.

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’Die PLUS Green Campus Summer School geht in die nächste Runde. Vom 17. bis 21.7.2017 haben Studierende der Universität Salzburg die Möglichkeit, gemeinsam mit der Salzburg AG an wissenschaftlich fundierten, praxistauglichen Konzepten für die Beantwortung wichtiger Zukunftsfragen zu feilen.

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15.05.17 Im Rahmen der VO Marketing: "gloryfy unbreakable" auf dem Weg zur internationalen Marke - neue Strategien

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16.05.17 Ass.- Thomas Herdin: Kulturelle Transformationsprozesse in China aus der interkulturellen und transkulturellen Perspektive

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16.05.17 Erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung in vergleichender Perspektive (Vortragssreihe)

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