Egon Ogris Übernimmt Professur im Fachbereich Medizinische Biochemie

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Bild: Max Kropitz / Max Perutz Labs
Bild: Max Kropitz / Max Perutz Labs

im Fachbereich Medizinische Biochemie an der MedUni Wien Übernommen.

Egon Ogris erforscht mit seinem Team die Biogenese und Regulation von Proteinphosphatase 2A (PP2A), einer hochkonservierten Enzymfamilie mit tumorsuppressiven Eigenschaften. In einer Zelle existieren verschiedene, aus drei Untereinheiten zusammengesetzte PP2A-Komplexe, die jeweils spezifisch an der Regulation eines bestimmten zellulären Prozesses beteiligt sind. Zur Analyse dieser komplexen Enzymfamilie bedarf es hochspezifischer Werkzeuge wie monoklonaler Antikörper, die die Ogris-Gruppe entwickelt, lizenziert und auch patentiert. Das gegenwärtige Modell der PP2A-Biogenese, das zu einem wesentlichen Teil auf den Forschungsergebnissen der Ogris-Gruppe fußt, stellt eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung neuartiger Medikamente dar, deren Ziel die Reaktivierung von PP2A in Krebszellen ist und deren Wirkmechanismen Ogris und sein Team untersuchen.

Egon Ogris vermittelt den Studierenden sein Wissen mit Begeisterung und in der Überzeugung, dass moderne Präzisionsmedizin und deren Weiterentwicklung nur durch das Verständnis der molekularen Mechanismen zellulärer Prozesse möglich ist.

Egon Ogris studierte Medizin an der Universität Wien, arbeitete am Institut für Molekularbiologie im Labor von Erhard Winterberger, promovierte 1987, und ging als Schrödinger Postdoctoral Fellow an das Dana Farber Cancer Institut, Harvard Medical School. 1995 begann er mit seiner unabhängigen Forschungsarbeit und habilitierte 2000 im Fach Biochemie. Egon Ogris leitet die Abteilung für Molekulare Genetik des Zentrums für Medizinische Biochemie an den Max Perutz Labs und ist Co-Koordinator von Block 5 des Medizin Curriculums.